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Zu einem erlesenen Menü gehört
auch ein erlesener Wein

Nur, welcher Wein ist der richtige? Hier erfahren Sie es und erhalten viele andere nützliche Informationen rund um Wein und Sekt. Auf dieser Seite werden Sie außerdem gratis zum Weinfachmann oder zur Weinfachfrau ausgebildet. Sie glauben es nicht? Dann lesen Sie sich die Seite doch einmal durch.


Teil 1
,
des Wein- und Sektkurses

"Die Geschmacks-Angaben beim Wein"

trocken oder herb,

halbtrocken,

lieblich oder süß

Kennen Sie sicherlich schon. Sehr gut. Dann lesen Sie einfach weiter.


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"Die Qualitäts-Einstufungen der Weine"

Hier erfahren Sie unter anderem, was das Kürzel Q.b.A. bedeutet, dass Kabinett nicht politisch zu verstehen ist und dass Eiswein kein gefrorener Wein oder Wein mit Eiswürfeln ist.

1. Deutscher Tafelwein und Landwein (unterste Qualitätsstufe)

2. Qualitätsweine ohne Prädikat (mittlere Qualitätsstufe)
     Q.b.A. = Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete

3. Qualitätsweine mit Prädikat (oberste Qualitätsstufe)

Kabinett (unterste Qualitätsstufe bei Prädikatsweinen)

Spätlese

Auslese

Beerenauslese

Trockenbeerenauslese

Eiswein (oberste Qualitätsstufe bei Prädikatsweinen)

Wenn Sie die Geschmacksangabe und die Qualitätseinstufungen kennen,  kann bei einer künftigen Weinbestellung eigentlich nichts mehr schief gehen.


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Classic & Selection 
-  die neuen Wein-Qualitätsbegriffe

"Classic" und "Selection" heißen die zwei Zauberworte, die Ihnen mehr Klarheit beim Weineinkauf bieten. Erstmals stehen dem anspruchsvollen Weinkonsumenten aus dem Jahrgang 2000 diese Weine gehobener und höchster Qualität zur Verfügung. 

Ihre Vorteile bei der Auswahl eines Classic- oder Selection-Weines:
Die Etiketten sind übersichtlicher. Gelobt sei der Herr/Frau, der/die dies vollbracht ;-)
Die Angaben beschränken sich zum Glück nur noch auf das Anbaugebiet, den Erzeuger sowie die Rebsorte. 
Was übrigens generell für Weinetiketten sehr zu empfehlen wäre.
WICHTIG für Sie: "Classic" und "Selection" sind  ausschließlich Weine der Geschmacksrichtung "trocken."
Das hängt damit zusammen, dass viele Weinfreunde in Deutschland und erst recht im Ausland unter den bisherigen Begriffen, wie z. B. Spätlese und Auslese stets einen lieblichen /süßen Wein erwarten. Wenn dann wider erwarten "trocken" als Geschmacksrichtung auf dem Etikett steht, ist die Verwirrung komplett.
Deshalb geht man nun den neuen Weg und bietet Classic und Selction-Weine im Geschmack nur "trocken" an.
Nur, so finde ich, sollte man auf den Hinweis "trocken" nicht verzichten. Denn bisher war es so, dass ein Wein ohne Angabe der Geschmacksrichtung stets lieblich war. Mit den neuen Bezeichnungen ist es aber genau umgekehrt.
Bleibt zu hoffen, dass die Winzer und Weinverkäufer Ihre Kunden diesbezüglich aufklären und beraten, sonst sind Reklamationen und Ärger die Folge.

"Classic" 
Der Begriff ”Classic” signalisiert dem Weinfreund, dass er einen Wein aus einer klassischen gebietstypischen Rebsorte vor sich hat, der einem gehobenen Qualitätsanspruch genügt, gehaltvoll, kräftig, aromatisch und trocken schmeckt.

Classic-Weißweine aus Rheinhessen
Riesling, Rivaner, Silvaner, Grauer Burgunder, Weißer Burgunder 

Classic-Rotweine aus Rheinhessen
Spätburgunder, Dornfelder, Portugieser

 "Selection"
Die neue trockene Spitzenklasse der deutschen Weine wird durch den Begriff  ”Selection” gekennzeichnet. Ausgewählte Standorte, geringer Ertrag und Handlese sind Garanten der überragenden Qualität dieser Weine. Selections-Weine dürfen frühestens am 1. September des auf die Ernte folgenden Jahres abgefüllt werden.

Selection-Weißweine aus Rheinhessen
Riesling, Silvaner, Grauer Burgunder, Weißer Burgunder, Gewürztraminer

Selection-Rotweine aus Rheinhessen
Spätburgunder, Portugieser, Frühburgunder

Den kompletten Text mit weiteren Details zu diesem Thema finden Sie auf der sehr informativen Wein-Website des Deutschen Weininstituts unter www.deutscheweine.de 
Weinfreunde sollten diese Seite unbedingt einmal besuchen.


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"Das Etikett" - die Visitenkarte des Weines

Nicht etikettierte Weinflaschen dürfen nicht verkauft werden. Logisch! Ein Pkw darf ja auch nicht ohne Nummernschild  fahren. Auf dem Etikett sollten folgende Angaben zu finden sein:

- die Weinart, z.B. Rotwein

- die Rebsorte, z.B. Dornfelder

- evtl. die Lage, z.B. Albiger Hundskopf

- der Jahrgang, z.B. 1998

- die Qualitätsstufe, z.B. Q.b.A.

- der Abfüller, z.B. Erzeugerabfüllung, Name des Weingutes

- der Abfüllort

- der Alkoholgehalt

- die A.P.Nr.

Sie sind verwirrt? Ja? Nun, zugegeben alle Angaben sind in der Regel für Sie nicht unbedingt relevant. Wichtig für Sie sind: die Rebsorte, die Geschmacksrichtung, evtl. der Jahrgang. 
Die Lage nur, wenn sie einen hohen Bekanntheitsgrad besitzt. Sehen Sie, es ist doch gar nicht so verwirrend. Dann kann es ja weitergehen.


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"Die A.P.Nr., der TÜV-Stempel des Weines"

Jeder Wein, der verkauft werden soll, muss eine "Amtliche Prüfnummer" haben. Das heißt, der Wein muss die Anforderungen der Qualitätsbestimmungen erfüllen. Diese Nummer muss dann auf dem Etikett der Weinflasche stehen.

Zum Beispiel: A.P.Nr. 4 425 134 10 98 besagt folgendes:

Prüfstelle   Gemeinde    Abfüllbetrieb    Abfüllpartie   Prüfjahr

4                    425                 134                      10                     98

Jetzt wissen Sie endlich, was es mit dieser geheimnisvollen A.P.Nr. auf sich hat!


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"Die richtige Temperatur der Weine"
Weißweine und Roseeweine 10° bis 12°
Prädikatsweine, z.B. Spätlese 12° bis 14°
leichte Rotweine  15° bis 16°
schwere und ältere Rotweine 16° bis 19°

Bitte, beachten Sie:  
Etwas kühler serviert  ist besser als zu warm!!!

 Warmes Bier oder Cola schmecken ja auch nicht ;-)


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"Welcher Wein zu welchem Essen passt"

Die folgenden Angaben dienen nur als Empfehlung. Letztendlich entscheidet Ihr persönlicher Geschmack darüber, welcher Wein Ihnen zu welchem Gericht am besten schmeckt. Also, lassen Sie sich bloß nicht  zu einem Wein überreden, der zwar nach Meinung des Kellners "zum Menü hervorragend mundet", Ihnen aber beim Genuss einen Schauer über den Rücken fahren lässt."

Weißwein, trocken und halbtrocken,
- zu weißem Fleisch (wie Geflügel), Kalb, zu Fischgerichten, zu Salaten;

Weißwein, lieblich
- zu fetteren Speisen, zu etwas süßeren Speisen;

Weißwein, bukettbetont
- zu Käse, zu sehr süßen Speisen, zu stärker gewürzten Speisen;

Rotwein, trocken
- zu dunklem Fleisch, wie Wild und Rind;

Rotwein, lieblich
- zu fettem Fleisch, fetten Speisen, zu Lamm;

Roséwein und Weißherbst
- zu Salaten, zu leichten Speisen, zu hellem Fleisch;

Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein
- als Aperitif vor der Mahlzeit

Spätlese und Auslese
- zum festlichen Menü

Q.b.A. - und Kabinett-Weine
- zum täglichen Essen


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"Die Weinkategorien"

Hier erfahren Sie endlich einmal den Unterschied zwischen Roséwein und Weißherbst. Denn selbst angebliche Weinkenner wissen hierüber selten Bescheid.

Weißwein
- ausschließlich aus Weißweintrauben hergestellt;

Rotwein
- ausschließlich aus rotgekeltertem Most von Rotweintrauben hergestellt;

Roséwein
- aus hellgekeltertem Most der Rotweintrauben, darf aus mehreren Rotweinsorten  hergestellt werden,

Weißherbst
- Q.b.A aus hellgekeltertem Most der Rotweintrauben, darf nur aus einer einzigen  Rotweinsorte hergestellt werden;

Rotling
- aus gemeinsam gekelterten Rot-Weißweintrauben;

Schillerwein
- Q.b.A. aus gemeinsam gekelterten Rot-Weißweintrauben des bestimmten  Anbaugebietes von Württemberg;

 Badisch Gold
- Q.b.A. aus den gemeinsam gekelterten Rebsorten Ruländer und Spätburgunder des bestimmten Anbaugebietes von Baden;

Alles klar? Gut!


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"Sekt, Schaumwein, Perlwein, Champagner"

In der Sendung "Alle Jahre wieder" aus der Fernsehserie Familie Heinz Becker fragte Hilde Becker ihren Mann Heinz, der vergeblich versuchte eine Flasche Sekt zu entkorken: " Was ist dann eigentlich der Unterschied zwischen Sekt und Champagner?" Darauf antwortet Heinz: "Wenn ich die Flasche hier aufkriegen würde, könnte ich es dir sagen." ;-)

Hier nun die fachmännische/ fachfräuliche Erklärung:
Schaumwein bzw. Sekt entsteht durch eine 2. Gärung des Weines. 
Dem Wein wird dabei eine Wein-Zückerlösung (Dosage) zugesetzt, welche die 2. Gärung verursacht. 
Ja, so einfach ist das, wenn man es weiß.

Perlwein
- ist Wein, der bei 20°C einen Kohlensäuredruck von min. 1,0 bar bis 2,5 bar aufweist;

Schaumwein
- unterste Qualität, hat mind. 9,5% Vol. Alkohol und 3 bar Kohlensäuredruck,  wird überwiegend aus ausländischen Weinen hergestellt;

Sekt
- mittlere Qualität, ist Qualitätsschaumwein, hat mind. 10% Vol. Alkohol und 3,5 bar Kohlensäuredruck, muss eine A.P.Nr. haben, muss mind. 9 Monate in der Flasche, in Großbehältern 6 Monate lagern, ab dem Beginn der 2. Gärung;

Sekt b. A.
- Qualitätsschaumwein bestimmter Anbaugebiete, darf nur aus Qualitätsweinen von einem der 11 deutschen Wein-Anbaugebiete hergestellt werden;

Champagner
- französischer Schaumwein, aus der Champagne kommend, der französischen Landschaft zwischen Marne und unterer Aube.

Ein sehr informative Website zum Thema Champagner finden Sie unter http://www.champagner.com


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Sie haben sich eine kleine Pause verdient!

siesta.gif (7334 Byte)

Pause beendet? Ja? 
Also dann, weiter geht's!

Teil 2  des Wein- und Sektkurses

"Die optimale Lagerung der Weine"

Weinflaschen sollten unbedingt liegend gelagert werden, damit der Korken nicht austrocknet. 
Die Temperatur sollte gleichbleibend  zwischen +8° und +12°C liegen. Hohe Temperaturen und starke Temperaturschwankungen  beschleunigen den Alterungsprozess des Weines erheblich.

Jetzt wollen Sie sicher wissen, wie lange Ihre '97 er Spätlese vom letzten Geburtstag noch haltbar  ist. Gestatten Sie mir die Gegenfrage: "Wie lange halten Sie sich noch?"  Sie wissen es nicht ? Sehen Sie, beim Wein verhält es sich genauso wie bei Ihnen.

Auch beim Wein sind verschiedene Faktoren für die Haltbarkeit verantwortlich. Welche, wollen Sie wissen? Nun, zum Beispiel:  die Temperatur, der Alkoholgehalt, die Restsüße, die Fruchtsäure, die freie schweflige Säure

Bevor Sie mich jetzt mit weiteren Fragen löchern, lassen Sie mich folgendes anmerken.
Diese Thematik ist recht umfangreich. Wenn Sie es genau wissen wollen, dann erhalten Sie
ausführliche Informationen über das Zusammenspiel von Säure, Alkohol etc. in Sachen Lagerung in jedem anständigen Fachbuch über Wein. O. K.? Gut! 
Im Anschluss finden Sie eine kleine Orientierungshilfe bezüglich der Lagerfähigkeit von Weinen
.

 

Qualitätsweine, Q.b.A mit geringer Säure

säurebetont (z. B. Riesling)
1 bis 3 Jahre

2 Jahre und länger
     
Kabinettweine wegen geringem Alkoholgehalt
 
säurebetonte (z.B. Riesling)
 nur 1 bis 2 Jahre

2 Jahre und länger
     
Spätlesen, Auslesen mit hoher Fruchtsäure 3 bis 5 Jahre und mehr
     
Beerenauslese und
Trockenbeerenauslese
wegen hoher Extraktwerte,
hohem Restzuckergehalt
10 bis 20 Jahre und mehr
     
Weißwein allgemein   max. Alter 30 bis 35 Jahre
     
Rotwein allgemein
  max. Alter 40 bis 50 Jahre
Zeitspanne bis zur
Ungenießbarkeit
  40 bis 100 Jahre und mehr


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"Buchtipps über Wein & Sekt so wie für Hobbywinzer"

Sie suchen weitere Informationen über das Thema? Sehr gut. Die nachfolgenden Buchtipps werden Ihnen dabei sehr behilflich sein. 

Buchtitel: "Was Weinfreunde wissen wollen"
Autoren: Prof. Dr. Karl Röder und Hans-Georg Dörr
Verlag: Falken
ISBN  3-8068-1224-1                     Preis: ca. 20,-DM

Buchtitel: "Traube und Wein- Deutschlands Rebsorten und Weine"
Autoren: Walter Hillebrand, Dr. Heinz Lott und Franz Pfaff
Verlag: Fachverlag Dr. Fraund GmbH Mainz
ISBN  keine Angabe  Preis: keine Ahnung, war ein  wertvolles Geschenk!

Buchtitel: " Die hohe Schule des Weines"- Ein Seminar für Weinfreunde"
Autor: Kurt M. Hoffmann
Verlag: Moewig Verlag KG Rastatt
ISBN  3-8118-4004-5  Preis: keine Ahnung, war ebenfalls ein  wertvolles Geschenk!


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"Tipps für Ihre nächste Weinprobe"

Wenn Sie demnächst eine Weinprobe besuchen oder zu Hause selbst eine durchführen möchten dann sollten Sie sich dieses Kapitel einmal näher ansehen.

Für eine erfolgreiche Weinprobe gilt es nämlich ein paar Regeln zu beachten:

1. Wie sollte der Proberaum hergerichtet sein?
   
Der Raum sollte gut beleuchtet und geruchsfrei sein, damit Sie das Bukett des Weines
aufnehmen können und nicht die Ausdünstungen von Möbeln, Bodenbelägen und so weiter. Auf dem Tisch sollte eine weiße Tischdecke liegen, damit die Farbe und die Klarheit  des Weines besser wahrgenommen werden können.

2. Welches Weinglas ist das richtige?
     Das Weinglas sollte probegerecht sein, d. h. 0,1 Liter, jedoch nur zu max. 1/3 gefüllt. Somit reicht eine Flasche Wein für 15 bis 25 Personen. Sie wollen ja schließlich  mehrere Weine probieren und nicht nur einen. 

Für die Weinprobe eignet sich am besten ein farbloses Stängelglas, welches nach oben hin etwas verengt ist. Die Verengung sorgt dafür, dass die Bukettstoffe (der Duft) sich besser im Glas sammeln können und somit besser von der Nase aufgenommen werden können.

Weiterhin sollten mindestens 2 bis 3 Gläser für jede Person bereitstehen. Denn es ist oft auch für Weinkenner schwierig die Weine objektiv zu beurteilen, wenn nur ein Glas zur Verfügung steht.  Die Weinprobe mit mehreren Gläsern hat  zwei entscheidende Vorteile gegenüber der sparsamen "1-Glas-Weinprobe":
Erstens fällt dadurch die Entscheidung wesentlich leichter, da man die Weine direkt
gegeneinander probieren kann. So kann auch das Bukett des Weines besser beurteilt werden. 
Zweitens wird der Weinprobenverlauf erheblich beschleunigt, da nicht ständig noch einmal der vorhergehende Wein nachgeschenkt werden muss.

3. Darf während der Weinprobe geraucht werden?
    Nein, nein und nochmals nein! Alle Nikotinsüchtigen müssen ihren Nikotinkonsum einmal drosseln und in der Pause qualmen oder, wenn Sie es nicht solange aushalten können, der Weinprobe fernbleiben. Warum? Erklären Sie mir doch einmal, wie man mit nikotinbenetzter Zunge objektiv einen guten Wein oder ein gutes Essen beurteilen soll? Sie wissen es nicht? Na, sehen Sie. Genehmigen Sie sich Ihre Zigarette danach oder atmen Sie 5-10 mal tief durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Dies ist viel gesünder und völlig kostenlos.

4. Was gibt es denn zu essen während der Weinprobe ?
    Trocken Brot und Wasser, wie früher im Gefängnis. Spaß beiseite. Brot und Mineralwasser sollten schon bereitstehen. Am besten eignen sich frisches Weißbrot oder frische Brötchen. Diese haben die Aufgabe, den Geschmacks zu neutralisieren und den Alkohol im Magen zu binden. 

5. Welcher Wein sollte zuerst probiert werden?
    
Erst Rotwein und Rosèwein, dann Weißwein probieren.
Wichtig! Beim Wechsel von Rotwein/Roséwein auf Weißwein unbedingt die Gläser mit klarem Wasser ausspülen. Sie sagen, das ist doch logisch. Okay, okay. Ich sehe, Sie sind schon ein Experte in Sachen Wein. Dann brauche ich auch nicht mehr zu erwähnen, dass auf die richtige Temperatur des jeweiligen Weines zu achten ist. Gut. Weiter geht's.

Trockene Wein, dann halbtrockene, dann liebliche/ milde Wein probieren.
Zuerst die Weine mit keiner oder wenig Restsüße probieren.

Weine mit zartem Bukett (klingt gut, gell) vor bukettreichen Weinen. 
Denn die Geschmacksnerven im Mund nehmen das Bukett auf und erschweren so die Beurteilung eines nachfolgenden  Weines.

Jüngere Weine vor älteren Weinen probieren.

Es wird in aufsteigender Qualität probiert. Das heißt, erst der Q.b.A, dann die Spätlese,dann die Auslese, den Rest der Qualitätsstufen kennen Sie ja. Stimmt's? Natürlich!

6. Muss ich denn mein Glas jedes Mal leer trinken?
     Wenn Sie Ihren inneren Schweinehund überwinden können, dürfen Sie dies gerne tun. Wenn nicht, leeren Sie den Wein, der nicht ganz nach Ihrem Geschmack war, in das - hoffentlich bereitstehende- Ausgießgefäß. Alles klar? O. k.. 

7. Auf welche Eigenschaften des Weines sollte bei der Weinprobe geachtet werden?

a) auf die Farbe = Color oder Gesichtssinn genannt 
Das Glas wird gegen das Licht gehalten, denn dann lassen sich die Klarheit und die Farbe des Weines gut beurteilen.

b) auf den Geruch =  Odor oder Geruchssinn
Der Duft, das Bukett. Der Wein wird im Glas geschwenkt, so dass sich die Duftstoffe aus dem Wein lösen und mit der Nase aufgenommen werden können.

c) auf den Geschmack natürlich = Saphor oder Geschmackssinn 
Hierfür wird ein kleiner Schluck Wein auf die Zunge genommen und schlürfend zerteilt. Sie haben richtig gelesen schlürfend, denn nur so werden alle Geschmacksnerven im Mund erreicht.

d) zur Vollständigkeit halber, auf das Gefühl = Sensor oder Gefühlssinn 
Klingt etwas abgehoben. Ja, wenn Sie künftig mit anderen Weinexperten kommunizieren möchten, dann müssen Sie auch hierzu Ihre Meinung kundtun. Unter dem Gefühl versteht man die Stimmung, die ein guter Wein in seiner Gesamtheit erzeugt. Also  bei dieser Beurteilung können Sie überhaupt nichts falsches sagen, da dieser Punkt rein subjektiv zu bewerten ist. Alle anderen Punkte lassen sich objektiv, sachlich erfassen.


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"Zu guter Letzt"

Das war's. Ganz schön theoretisch, ich weiß. Dafür haben Sie aber auch hilfreiche Informationen über Wein und Sekt bekommen. Stimmt's? Jetzt dürfte eine deutsche Weinflasche für Sie kein Buch mehr mit sieben Siegeln sein. Wenn doch, dann lesen Sie halt die Seite noch einmal durch oder besorgen Sie sich ein Fachbuch, welches das Thema eingehender behandelt.
Im Buchhandel finden Sie zentnerweise Bücher darüber. Stöbern Sie einmal die Regale durch.
Oder kaufen Sie sich eines der Bücher, die wir Ihnen empfohlen haben. 

Ich werde mir jetzt ein Gläschen trockenen Wein genehmigen. In diesem Sinne:

Prost, auf Ihr Wohl!

Mehr zum Thema Wein finden Sie auch unter:

www.deutscheweine.de
eine sehr informative Website vom 
Deutschen Weininstitut in Mainz

www.rheinhessenwein.de

Mit fröhlichen Grüßen
Markus Fröhlich


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Letzte Aktualisierung: 15. January 2011